Frauen 1, Interview mit Rouven Korreik

Interview mit Rouven Korreik

Die Hexabanner-Mädels sind nach der Trainingspause in die zweite Phase der Vorbereitung gestartet. Eine gute Gelegenheit sich mit unserem Trainer Rouven Korreik über die aktuelle Situation zu unterhalten.

TSV: Seit dem Saisonabbruch ist eine lange Zeit vergangen. Wie seid ihr wieder in die Gänge gekommen?

Rouven: Ja, es war schon eine gewisse Herausforderung. Es gab keine Erfahrungswerte bezüglich solch einer Situation. Auf der einen Seite sanft an die Belastung heranführen und auf der anderen Seite trotzdem Leistungsrelevant zu trainieren.

TSV: Der Saisonauftakt ist erst am 17./18. Oktober. Wie geht ihr mit dem späten Saisonauftakt um?

Rouven: Wie immer, haben wir die Vorbereitung Mitte Juni begonnen. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar war, wann es los geht. Somit waren wir auf alles vorbereitet. Dass der Auftakt so spät ist, ist auch ein Grund dafür, dass wir uns die Trainingspause von 10 Tagen gegönnt haben.

TSV: Wie dürfen wir uns so eine Saisonvorbereitung vorstellen? Erstmal nur Kondition bolzen und dann der spielerische Feinschliff?

Rouven: Ich favorisiere den Mix aus spielerisch-taktischen Elementen sowie dem athletischem Teil, quasi zeitgleich. Somit haben wir den großen Vorteil, recht früh zu wissen, wo wir spielerisch stehen, um dann ggf. noch vor Saisonbeginn nachjustieren zu können.

TSV: Die Staffel Süd in der 3. Liga beschert euch eine wieder mal relativ kleine Staffel mit nur 12 Mannschaften. Mit Herzogenaurach und Würm-Mitte kommen zwei weitere bayerische Mannschaften dazu. Dafür hat Dachau bereits zurück gezogen. Mit Heiningen und Frisch Auf Göppingen 2 kommen Teams aus der Region dazu. Wie siehst du die Staffeleinteilung?

Rouven: Durch den Rückzug von Dachau sind es nur 20 Spiele. Das ist schon grenzwertig wenig. Schozach und Möglingen sind nicht mehr in unserer Staffel, was ich durchaus schade finde. Dafür sind andere interessante Vereine dazu gekommen. Sprich, ich bin mit der Einteilung zufrieden.

TSV: Wie möchtet ihr diese Saison Handball spielen? Wird sich an der Ausrichtung etwas ändern und was sind die Ziele?

Rouven: Wir werden an unsere Philosophie des aktiven Verteidigens festhalten. Leichte Optimierungen in der Organisation unserer Abwehr werden auch erfolgen. Wir spielen ein komplexes Verteidigungssystem. Dieses ist für die eigenen Spielerinnen sehr fordernd, aber auch für den Gegner. Im Angriff wird die ein oder andere neue spielerische Handlung dazu kommen, welche noch gezielter sich an den Stärken unserer Spielerinnen orientiert. Dass wir natürlich auch ins Tempospiel kommen wollen, ist obligatorisch. Aber das wollen alle Mannschaften. Der Rest liegt im mentalen Bereich. Viele knappe Spiele werden über die Mentalität gewonnen. Wir möchten wieder eine positive Bilanz haben, was die Siegermentalität angeht.

TSV: Es gab eine Veränderung im Trainerstab. Marina Massong geht ihren Mutterfreuden nach. Darauf folgte Heijo Raub als neuer Co-Trainer. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Rouven: Heijo hat sich hervorragend in die Gruppe integriert und übernimmt Verantwortung. Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit. Außerdem ist es wichtig, dass wir mit Christoph Balz als Betreuer und Karl-Heinz Rupp als Athletiktrainer, neben meiner Person eine gewisse Konstanz haben.

TSV: Apropos Personal. Einige Spielerinnen haben die Mannschaft verlassen. Wie wollt ihr die Abgänge kompensieren?

Rouven: Man muss bedenken, dass wir uns in unserer ersten 3.- Liga Saison einen großen Spielerkader gegönnt haben. Das hat Vor- und Nachteile. Nun wird der Kader kleiner sein.

TSV: Von der TG Nürtingen kam die 2.-Liga erfahrene und echte Wolfschlügerin Julia Bauer. War es schwierig sie von einer höheren Liga nach Wolfschlugen zu bekommen und was versprichst du dir von ihr?

Rouven: Es waren viele Gespräche die ich mit Jule geführt habe. Ich durfte sie als gradlinige und sehr klare Person kennen lernen. Natürlich hat sie einige Zeit für eine Entscheidung gebraucht. Das ist aber komplett nachvollziehbar. Nachdem es galt, eine so prägende Spielerin wie Nina Vollmer zu ersetzen, gab es mehrere Kandidaten. Jule war immer meine Wunschkandidatin. Von der sportlichen Seite her, hat Jule eine sehr hohe Handlungsschnelligkeit und eine ausgeprägte Spielübersicht sowie eine gute Technik. Diese Eigenschaften setzt sie in Angriff sowie Abwehr ein. Außerdem ist sie laufstark. Sie wird uns weiter helfen.Wichtig ist mir noch im Zusammenhang mit dem Spielerkader zu erwähnen, dass wir mit Tamara Andreas und Kim Grebe, zwei Spielerinnen auf der Platte sehen werden, die letzte Saison kein Spiel für den TSV machen konnten. Tamara hat noch Trainingsrückstand, ist aber auf einem guten Weg. Kim ist bereits in guter Verfassung und wir werden an unserem Torwart-Duo mit Steffi Ege und Kim bestimmt unsere Freude haben.

TSV: Zwei Wehrmutstropfen im Zusammenhang mit Verletzungen gab es aber auch bereits.

Rouven: Ja leider. Antonia Amann quält sich seit einigen Jahren mit schweren Schulterproblemen herum. Sie hat sich dazu entschlossen, die beschädigte Schulter operieren zu lassen. Somit fällt sie voraussichtlich die ganze Saison aus. Sina Stumpp ist im Training umgeknickt und hat eine Verletzung am Sprunggelenk. Was sehr schade ist, da sie in einer sehr guten Verfassung war. Ich gehe aber davon aus das sie zum Saisonauftakt wieder spielfähig sein wird.

TSV: Was ist tabellarisch der Mannschaft am Ende der Saison zu zutrauen?

Rouven: Welchen Tabellenplatz wir am Ende belegen werden, haben wir nicht alleine in der Hand. Wir sind erst in der zweiten Saison in dieser Liga. Sprich wir kümmern uns erst einmal darum, was wir selber beeinflussen können. Aktive Abwehr, gute Spielanlage im Angriff, hohes Tempo, gute Organisation, viel Spielfreude und eine gute Siegermentalität. Wenn uns das gelingt, wird am Ende ein guter Tabellenplatz bei herausspringen.

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