Männer 2, Interview mit Jannik Lorenz und Chrissi Massong

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Jannik Lorenz und Chrissi Massong haben das Zepter bei der 2IDA übernommen. Foto: Steffen Fröhle

Interview mit Jannik Lorenz und Chrissi Massong

Nach dem verfrühten Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie bekommt der TSV Wolfschlugen 2 zwei neue Trainer. Nach dem Ausscheiden von Michael Güntzel und Marcel Lutz übernehmen ab der kommenden Saison Jannik Lorenz und Christoph Massong das Zepter der „Zwoida“. Wir haben mit den neuen Trainern gesprochen und sie über ihre Beweggründe und Ziele befragt.

TSV: Was hat euch beide dazu motiviert, die 2ida ab der kommenden Saison zu coachen?

Jannik: Für mich war nach 4 Jahren als Co-Trainer in der ersten Mannschaft klar, dass ich einen „Tapetenwechsel“ machen möchte und als Cheftrainer eine Mannschaft trainieren will. Mir wurde dann vom Verein angeboten die „Zwoida“ zu übernehmen. Nachdem ich dem Team meine Vorstellungen dargelegt habe und nahezu alle Jungs direkt zugesagt haben, war die Entscheidung für mich trotz externer Anfragen auch sofort klar!

Christoph: Nachdem ich die letzten Jahre im Frauenbereich als Trainer tätig war, hatte ich mich letzte Saison dazu entschlossen mal eine Pause einzulegen. Als Jannik dann auf mich zukam und fragte, ob ich mir vorstellen könnte mit ihm die „Zwoida“ zu trainieren, musste ich eigentlich nicht lange überlegen. Ich hatte direkt Lust mal wieder im Männerbereich tätig zu werden. Jannik und ich kennen uns schon eine lange Zeit, haben zusammengespielt und ich war sein Trainer – da war klar, dass es sowohl menschlich als auch im sportlichen Bereich passen wird. Nicht zuletzt ist die „Zwoida“ eine junge lustige Truppe, was mir die Entscheidung letztlich einfach gemacht hat.

Welche Ziele habt Ihr für die neue Saison und was wollt Ihr verändern?

Jannik: Wir wollen Sport und Spaß verbinden. Das heißt leidenschaftlichen und emotionalen Hexabanner-Handball spielen, hart aber mit Spaß am Handballsport trainieren und gleichzeitig den Teamgedanken und Kameradschaft sowohl auf als auch neben dem Spielfeld leben. Wenn wir das schaffen, werden wir die sportlichen Ziele, die wir uns setzen, erreichen.

Christoph: Hier kann ich mich Jannik nur anschließen. Ich denke, dass die Mannschaft sportlich gesehen noch viel Potenzial hat und wir werden versuchen, dass jeder dieses Potenzial abrufen kann und sich sportlich weiter verbessert.

Eine Vorbereitung wie in diesem Jahr hat es so ja noch nicht gegeben. Welche Herausforderungen hat Corona mit sich gebracht und wie ist die aktuelle Situation in der Mannschaft?

Jannik: Herausfordernd ist für uns als Trainer, dass wir gefühlt vor allem jede Woche einen neuen Trainingsplan schreiben müssen…Spaß beiseite. Wir haben natürlich erst einmal individuell bzw. in Kleingruppen trainieren müssen. Seit Juli können wir allerdings wieder „richtig“ trainieren mit Körperkontakt. Selbstverständlich gilt es viele Regeln und Absprachen einzuhalten aufgrund von Corona. Im Großen und Ganzen können wir aber intensiv und ohne größere Einschränkungen trainieren. Die Situation in der Mannschaft ist sehr positiv. Mit der Leistungsbereitschaft sind wir bisher sehr zufrieden. Auch mit der Trainingsbeteiligung sind wir weitestgehend einverstanden. Ein Wermutstropfen war die schwere Verletzung von Marc Grebe im ersten Trainingsspiel (26:21 vs. HSG Ostfildern 2).

Christoph: Die größte Herausforderung bisher ist sicherlich die Tatsache gewesen, dass man nicht langfristig planen kann/konnte. Im Normalfall weiß man vor der Vorbereitung wann die Runde losgeht und plant dementsprechend die Einheiten, die Trainingsspiele, Turniere und die Trainingspause. Bisher mussten wir bei allem etwas flexibler sein und kurzfristig Änderungen vornehmen was es nicht gerade leicht macht. Hierzu ein Lob an die Mannschaft, die das alles mitmacht und Verständnis zeigt. Auch an Jannik ein Lob, der bei seiner ersten Station als Cheftrainer gleich unter erschwerten Bedingungen in seine erste Vorbereitung geht und sehr souverän damit umgeht.

Welche Spieler verstärken das Team in der nächsten Saison und welchen Eindruck habt ihr vom Kader der 2ida?

Jannik: Als klassischen Neuzugang können wir Michael „Kutsche“ Kutschbach aus der ersten Mannschaft begrüßen. Außerdem freut es mich, dass wir Spieler wie Carsten Fichtner und Matthias Popp wieder reaktiveren konnten. Des Weiteren werden drei A-Jugendspieler fest zum Kader gehören und an den Männerhandball herangeführt. Wir haben mit 23 Spielern einen sehr großen Kader. Das ist für uns Trainer zum einen schön, weil wir immer viele Jungs im Training haben. Zum anderen ist es natürlich auch eine große Aufgabe allen Spielern gerecht zu werden! Es macht jedoch großen Spaß mit den Jungs zu arbeiten und das ein oder andere Teamevent hat schon gezeigt, dass wir auch abseits des Spielfeldes auf einem guten Weg sind…

Christoph: Der Kader ist dieses Jahr sehr groß, was für die Trainingsgestaltung nicht immer einfach ist. Mit bis zu 20 Spielern auf einer halben Halle bei nicht einmal 90 Minuten Trainingszeit wird es schwierig, allen in jedem Training gerecht zu werden. Mit Blick auf die Runde müssen wir uns aber diesen großen Kader zu Nutzen machen und als Stärke ausspielen. Es fällt im Normalfall leichter, einzelne Ausfälle zu kompensieren und es ermöglicht uns in jedem Spiel über 60 Minuten ein hohes Tempo zu spielen.

Nun steht ja endlich der (verschobene) Saisonstart an. Auf welche Punkte sind euch besonders wichtig und wie soll die „Zwoida“ unter Eurer Leitung spielen?

Jannik: Grundlage für unser Spiel ist eine harte und intensive Abwehrarbeit. Wer gegen uns spielt muss schon im Vorfeld wissen, dass es heute keinen Spaß machen wird. Darauf aufbauend wollen wir mit Vollgas nach vorne und viele einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle erzielen. Im Angriff werden wir eine klare Struktur einführen, sodass jeder Spieler seine Aufgaben kennt. Das ist kein Prozess, der zum Saisonstart abgeschlossen ist, sondern Schritt für Schritt erarbeitet werden muss. Selbstverständlich werden wir jedoch alles dafür tun, bestmöglich im Oktober in die Runde zu starten!

Christoph: Im Prinzip hat Jannik hier schon alles Wichtige gesagt. Klare Strukturen, eine aggressive Abwehr und ein hohes Tempospiel werden für unser Spiel sicher die entscheidenden Faktoren sein. An diesen werden wir auch nach dem Saisonstart weiterarbeiten.

Am morgigen Sonntag (11.10.) startet der TSV Wolfschlugen 2 in die neue Saison. Zum Auftakt geht es für die „2ida“ zum TSV Neckartenzlingen. Der Auftaktgegner der Hexabanner hat wohl am meisten vom Abbruch der vergangenen Saison profitiert: Neckartenzlingen lag auf dem 12. und damit letzten Rang und entging somit einem Abstieg in die Bezirksklasse. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Auswärtsspiele in der Rundsporthalle nie einfach sind. Deshalb gilt es für die „Zwoida“ mit voller Konzentration das erste Saisonspiel in Angriff zu nehmen. Alles andere als ein Sieg zum Rundenbeginn wäre für das Team des neuen Trainergespanns Lorenz/Massong eine Enttäuschung.

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